Wieso? Weshalb? Warum? - Der Podcast über Kindermedien

Wieso? Weshalb? Warum? - Der Podcast über Kindermedien

19. Anika Heine: Kinderstark-Magazin

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Mit meinem heutigen Gast Anika Heine spreche ich über das Kinderstark-Magazin. Hinter diesem Titel verbirgt sich Deutschlands erste und einzige diversitätssensible Zeitschrift für Kinder. Vor etwas mehr als einem Jahr haben Anika und ihre Partnerin Sarah das Magazin für starke Kinder und mehr Vielfalt gegründet. Nicht nur, weil es bislang kein vergleichbares Angebot auf dem Zeitschriftenmarkt gab, sondern auch, weil sie selbst als Eltern lange Zeit vergeblich auf der Suche nach Medienangeboten für Kinder waren, die unsere gesellschaftliche Vielfalt repräsentieren und Kinder in ihrer Individualität stärken.

Das Anliegen des Kinderstark-Magazins ist im Grunde genommen schnell erklärt: Spielerisch möchte es das Selbstbewusstsein von Kindern stärken und ihnen zugleich kindgerecht Informationen zu Diversität und gesellschaftlicher Vielfalt vermitteln. Doch wie genau gelingt das? Im Gespräch mit Anika habe ich nicht nur erfahren, wie die Zeitschrift konzipiert ist, sondern auch, dass fast alle Menschen im Laufe ihres Lebens Diskriminierungserfahrungen machen müssen. Umso wichtiger sind also Medienangebote die versuchen, für den Umgang damit zu sensibilisieren. Kindern, die selbst von Diskriminierung betroffen sind, möchte das Kinderstark-Magazin dabei helfen, ihre eigenen Erfahrungen besser einordnen zu können. Doch auch die Kinder, die sich selbst gar nicht von Diskriminierung betroffen fühlen, können viel aus der Zeitschrift mitnehmen, denn sie entwickeln Empathie und Verständnis für die Situation von Mitmenschen, die sie womöglich als anders oder fremd wahrnehmen. Was genau hat es also mit Sensitvity-Reading auf sich? Welche Form von Diskriminierung steckt hinter dem Begriff „Adultismus“? Und müssen sich Anika und ihr Team auch mit kritischen Rückmeldungen zu ihrer Arbeit auseinandersetzen? All das und vieles mehr ist Thema im Gespräch mit Anika Heine vom Kinderstark-Magazin. Viel Spaß!

18. Dr. Astrid Plenk: Programmgeschäftsführerin KiKA

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Mit meinem heutigen Gast Dr. Astrid Plenk spreche ich über den gesellschaftlichen Stellenwert des Kinderfernsehens. In ihrer Rolle als Programmgeschäftsführerin des KiKA hat Astrid natürlich viel zu diesem Thema zu erzählen. Sie hat gerade aber auch allen Grund zum feiern, denn KiKA wird in diesem Jahr 25 Jahre alt. 1997 als öffentlich-rechtliches Programmangebot von ARD und ZDF gegründet, prägt der Sender die deutsche Kindermedienlandschaft seit inzwischen zweieinhalb Jahrzehnten. Das beweist übrigens auch der Blick auf die Liste meiner Gesprächspartner*innen in diesem Podcast, denn die meisten von ihnen haben direkt oder zumindest indirekt auch mit dem KiKA-Programm zu tun.

Das Jubiläum bietet also einen guten Anlass, um mit Astrid über das Profil und die Herausforderungen eines Fernsehsenders für Kinder zu sprechen. Wie entstehen die Inhalte für diese überaus vielfältige Zielgruppe und welchen Einfluss haben die Kinder selbst darauf? Wie verändern die neuen Medien die Angebote? Und fühlt man sich als Programmverantwortliche eher der Innovation oder der Tradition verpflichtet? All diesen Fragen gehe ich im Gespräch mit Astrid nach. Da wir im Vorfeld der Aufzeichnung allerdings ein paar technische Probleme hatten, saß uns leider ein bisschen die Zeit im Nacken, so dass diese Folge etwas kürzer geworden ist als ihr es gewohnt seid und ich zugegeben auch längst nicht alle Themen unterbringen konnte, die ich gerne mit Astrid besprochen hätte. Darum sei euch an dieser Stelle auch der KiKA-Podcast „Generation Alpha“ ans Herz gelegt. Dort werden viele weitere Themen rund um das KiKA-Programm aufgegriffen und ausführlich diskutiert. Den Link dazu findet ihr unten in den Shownotes.

17. Thomas Feibel: Büro für Kindermedien

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Mit meinem heutigen Gast Thomas Feibel spreche ich über... ja, worüber eigentlich genau? Diese Frage ist im Fall von Thomas nicht ganz leicht zu beantworten. Seit vielen Jahren betreibt er in Berlin das Büro für Kindermedien, bezeichnet sich selbst als den führenden Journalisten in Sachen Kinder und digitale Medien und ist in dieser Rolle ziemlich umtriebig. Thomas arbeitet für Funk und Fernsehen, gibt Workshops und Fortbildungen für Eltern und Lehrer*innen, schreibt Fachbücher und Jugendromane über digitale Medien und ist Gründer und Organisator des Kindersoftwarepreises Tommi. Ziemlich viele Projekte also, die ihn in der Summe zu einem ausgewiesenen Experten in Sachen Kindermedien machen.

So unterschiedlich seine Aufgaben aber auch sind, eine Sache zieht sich dabei fast wie ein roter Faden durch seine Biografie. Thomas pflegt nämlich eine sehr enge Beziehung zu Bibliotheken, die er in einem Interview mal als die wichtigsten Bildungsinstitutionen in Deutschland bezeichnet hat. Warum er das sagt, was es mit seinem Konzept der Lesefähigkeit von Medien auf sich hat, wie gute Medienerziehung zu Hause gelingen kann und warum es wichtig ist, beim Umgang mit digitalen Medien immer die Chancen und die Risiken im Blick zu behalten – all das ist Thema unseres Gesprächs, das Thomas nicht nur mit zahlreichen praktischen Tipps und Beispielen, sondern auch mit viel Humor ausgeschmückt hat. Gute Unterhaltung ist also garantiert beim Talk mit Thomas Feibel vom Büro für Kindermedien.

16. Lars Montag: Regisseur "Träume sind wie wilde Tiger"

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Mit meinem heutigen Gast Lars Montag spreche ich über „Träume sind wie wilde Tiger“. Hinter diesem Titel verbirgt sich die aktuellste Produktion aus der Initiative „Der besondere Kinderfilm“ – und Lars hat bei diesem Film Regie geführt. Nachdem ich in der letzten Folge dieses Podcasts mit Margret Albers über die Idee und die Strukturen der Initiative gesprochen habe, konnte ich mit ihm nun also einen Blick in das Kreativ-Department eines Kinderfilms werfen. Zuletzt hat Lars bei der mehrfach preisgekrönten Netflix-Serie „How to sell drugs online (fast)“ Regie geführt. Mit „Träume sind wie wilde Tiger“ hat er nun zum ersten Mal einen Kinderfilm realisiert – wobei Lars eigentlich die Bezeichnung „Familienfilm“ bevorzugt. Was er darunter versteht, wie er sich der Aufgabe genähert hat, einen Film mit Kindern und für Kinder umzusetzen und welche Parallelen es zwischen der Produktion einer Coming of Age-Serie und einem Kinderfilm gibt, das macht den einen Teil unseres Gesprächs aus.

„Träume sind wie wilde Tiger“ bietet aber auch aufgrund seiner Geschichte jede Menge Gesprächsstoff. Der Film ist nämlich eine moderne Interpretation des indischen Bollywood-Kinos und arbeitet sich als sogenannte Culture Clash-Komödie an zahlreichen Klischees und Stereotypen ab – in Deutschland, wie auch in Indien. Wie gut das dem Film gelingt, das liegt am Ende im Auge des Betrachters. Für mich war es jedenfalls sehr aufschlussreich und spannend, gemeinsam mit Lars hinter die Kulissen der Produktion schauen zu können. Am 03. Februar kommt „Träume sind wie wilde Tiger“ in die deutschen Kinos. Falls ihr euch den Film mit euren Kindern anschauen wollt: Keine Sorge! Wir verraten längst nicht alles über den Inhalt. Unser Gespräch könnte allerdings eure Perspektive auf das gemeinsame Kinoerlebnis verändern. Und genau das ist es ja, was dieser Podcast im besten Fall bewirken möchte. In diesem Sinne wünsche ich euch viel Spaß und gute Unterhaltung beim Talk mit Lars Montag über seinen Film „Träume sind wie wilde Tiger“.

15. Margret Albers: Initiative "Der besondere Kinderfilm"

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Mit meinem heutigen Gast Margret Albers spreche ich über besondere Kinderfilme. Margret wurde mal als „eine der wichtigsten Advokat*innen des deutschen Kinderfilms" bezeichnet – und diese Zuschreibung ist sicher nicht ganz unbegründet. 20 Jahre lang hat sie das Kindermedienfestival „Goldener Spatz“ geleitet. Sie war Vorstandsprecherin des Fördervereins Deutscher Kinderfilm, ist Co-Studienleiterin der Akademie für Kindermedien, Präsidentin der European Children’s Film Association – und eben auch die Projektleiterin der Initiative „Der besondere Kinderfilm“, einem Förderprogramm für originäre Kinderfilmstoffe. Seit der Gründung im Jahr 2013 wurden mithilfe der Initiative und in Kooperation mit zahlreichen Partnern bereits zehn besondere Kinderfilme realisiert – von der Drehbuchentwicklung bis hin zur Produktion.

Der Weg von der ersten Vision bis hin zum ersten Film war allerdings holprig. Die Geschichte von der Initiative „Der besondere Kinderfilm“ ist eine Geschichte über gute Ideen und die richtige Zeit, um sie reifen zu lassen, aber auch über Ausdauer, Beharrlichkeit und gezielte Lobbyarbeit. Margret hat diesen langwierigen Prozess mit initiiert, ihn stetig begleitet und demzufolge auch viel darüber zu erzählen. Wir sprechen nicht nur über die komplexen Strukturen der Initiative, sondern auch über die Merkmale eines besonderen Kinderfilms. Über kindliche Heldenreisen und die Gemeinsamkeiten von Horrorfilmen und Kinderfilmen. Viel Spaß und Inspiration beim Gespräch mit Margret Albers über die Initiative „Der besondere Kinderfilm.“

14. Anke Meinders: Kinder-Suchmaschine fragFinn

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Mit meinem heutigen Gast Anke Meinders spreche ich darüber, wie Kinder sicher und selbstbestimmt im Internet unterwegs sein können. Anke ist Geschäftsführerin bei fragFinn, einer Suchmaschine, die Kindern einen geschützten Surfraum im Internet bietet. Das Angebot basiert auf einer sogenannten Whitelist, also einer Datenbank, in der für Kinder interessante und unbedenkliche Websites gesammelt werden. Auf diese Weise sorgt fragFinn dafür, dass Kinder beim eigenständigen Recherchieren im Netz möglichst gute Onlineerfahrungen machen. Positiver Jugendmedienschutz wird dieser konzeptionelle Ansatz genannt.

Was in der Theorie bestechend einfach klingt, ist in der Praxis allerdings gar nicht so leicht umzusetzen, denn natürlich müssen die bei fragFinn gelisteten Webseiten zahlreiche Standards erfüllen, um in die Whitelist aufgenommen zu werden. Für Anke und ihr Team gilt es also, jedes potentiell unbedenkliche Internetangebot genau zu prüfen und sicherzustellen, dass sich Kinder dort tatsächlich auch gut aufgehoben fühlen. Dem gegenüber steht jedoch der Anspruch, die Grenzen dieses eingeschränkten Surfraums möglichst weit zu fassen, denn nur so ist Angebot für Kinder letztlich auch attraktiv. Wie lassen sich diese zwei Ziele miteinander vereinbaren? Welche Kriterien muss eine Website erfüllen, um als für Kinder unbedenklich eingestuft zu werden? Was suchen Kinder eigentlich im Internet und wie gelingt es, ihren unterschiedlichen Bedürfnissen und Kompetenzen angemessen gerecht zu werden? Über all das und vieles mehr habe ich mit Anke gesprochen. Als Startrampe für Kinder ins Internet bezeichnet sie fragFinn gerne. Ich freue mich, auch euch nun auf diese Startrampe mitnehmen zu können und wünsche euch viel Spaß beim Talk mit Anke Meinders über die Kindersuchmaschine fragFinn.

13. Horst Peter Koll: Kinderfilmkritiker

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Mit meinem heutigen Gast Horst Peter Koll gehe ich der Frage nach, wie gute Kinderfilme und ein interessiertes Publikum zusammenfinden können. Horst Peter ist Filmjournalist und Filmkritiker, war viele Jahre Chefredakteur der Zeitschrift „Filmdienst“ und versteht sich selbst als Lobbyist für den Kinderfilm. Als solcher bringt er nicht nur viel Erfahrung und Expertise, sondern vor allem auch eine große Leidenschaft für gute Kinderfilme mit.

Ich hatte das Vergnügen, Horst Peter in seiner Kölner Wohnung treffen zu dürfen, wo wir bei einer Tasse Tee nicht nur über sein Selbstverständnis als Filmkritiker gesprochen haben, sondern auch über den filmkulturellen Wandel der letzten Jahre. Wie findet man als Filmkritiker die richtige Sprache, um einen gelungenen Vermittlungsprozess einzuleiten? Welche Räume gibt es, um dem Kinderfilm die gebotene Aufmerksamkeit zuteil werden zu lassen? Und warum finden Kinderfilme in der allgemeinen Medienberichterstattung so wenig statt? Horst Peter macht keinen Hehl daraus, dass die Lage kompliziert ist, versucht in seiner Rolle als Kurator für die Streamingplattform „Filmfriend“ aber auch, zeitgemäße Wege zu beschreiten, um Eltern und damit letztendlich auch Kindern gute Kinderfilme schmackhaft und möglichst unkompliziert zugänglich zu machen. Ich habe ihn als einen engagierten, überzeugten und nicht zuletzt sehr herzlichen Menschen kennengelernt und ich bin mir sicher, dass es euch genau gehen wird, wenn ihr unserem Austausch zuhört.

12. Dr. Maya Götz: Internationales Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI)

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Mit meinem heutigen Gast Dr. Maya Götz spreche ich über die Bedeutung von Medien für die Identitätsentwicklung von Kindern. Maya ist promovierte Medienwissenschaftlerin und Medienpädagogin und leitet seit fast 20 Jahren das Internationale Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen beim Bayerischen Rundfunk. In dieser Rolle hat sie zahlreiche Studien initiiert und durchgeführt, die auf ganz unterschiedliche Weise den Einfluss von Medieninhalten auf die kindliche Entwicklung untersuchen. Einer ihrer Forschungsschwerpunkte ist die Analyse des Kinder- und Jugendfernsehens aus geschlechtersensibler Perspektive – und genau darüber habe ich mit Maya gesprochen. Die Fragen, welche Inhalte Jungen und Mädchen im Fernsehen angeboten werden, wie diese Inhalte entstehen und welche Stereotypen und Rollenklischees darin reproduziert und somit auch kultiviert werden, standen im Mittelpunkt unseres Gesprächs.

Ihr werdet merken: Maya hat über die Jahre ein unglaubliches Fachwissen angehäuft. Entsprechend hoch ist auch die Informationsdichte dieser Podcast-Folge. Ich glaube kaum, dass es möglich ist, noch mehr Inhalte in einer Stunde Gespräch unterzubringen, fand den Austausch mit ihr aber trotzdem sehr erhellend. Denn mit den Forschungsergebnissen aus ihren Studien legt Maya nicht nur viele akute Missstände offen, sondern unterstreicht vor allem die Bedeutung von guten Inhalten, redaktioneller Verantwortung und nicht zuletzt einer reflektierten Haltung all der Menschen, die Medieninhalte für Kinder produzieren. Nicht nur ihr kleiner psychologischer Test gleich am Anfang unseres Gesprächs lädt zum Nachahmen und zum Nachdenken darüber ein. Viel Spaß beim Talk mit der Medienwissenschaftlerin Maya Götz.

11. Inge Kutter: Kindermagazin ZEIT LEO

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Mit meinem heutigen Gast Inge Kutter spreche ich über ZEIT LEO. Das ist das Kindermagazin der Wochenzeitung DIE ZEIT, das seit mittlerweile zehn Jahren regelmäßig erscheint und als zuständige Chefredakteurin weiß Inge natürlich viel über die Zeitschrift zu erzählen. Neben den konkreten Inhalten hat mich vor allem interessiert, welcher grundlegende Anspruch hinter dem Magazin steckt. Werden Kinder hier einfach als die Leserinnen und Leser von morgen gesehen, oder als eine Zielgruppe verstanden, die ganz eigene Bedürfnisse, Wünsche und Erwartungshaltungen mitbringt? Wie genau grenzt sich ZEIT LEO vom Mutterblatt DIE ZEIT ab? Und welchen Stellenwert hat ein Print-Magazin für Kinder überhaupt in einer Zeit, in der digitale Plattformen auch den Medienkonsum von Kindern immer mehr zu dominieren scheinen?

Inge erzählt davon, welche Ideen im Jahr 2011 zur Gründung des Magazins geführt haben und welches Verständnis von Kindheit ihm bis heute zugrunde liegt. Wir diskutieren die Frage, ob sich auch Kinder schon für Politik interessieren und wie sich gesellschaftspolitische Themen inhaltlich für sie aufbereiten lassen. Außerdem sprechen wir über die Rolle des ZEIT LEO-Kinderrats und den Unterschied zwischen „Kinder schreiben lassen“ und „Kinder zu Wort kommen lassen“. Welche spezifischen Potentiale stecken in einem Print-Magazin und ist dieses Format tatsächlich noch ein zeitgemäßes Medium für Kinder? Findet es einfach selbst heraus! In der aktuellen Folge von „Wieso? Weshalb? Warum?“ mit Inge Kutter – der Chefredakteurin des Kindermagazins ZEIT LEO. Viel Spaß!

10. Jürgen Sleegers: Institut Spielraum

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Mit meinem heutigen Gast Jürgen Sleegers spreche ich über die Bildungspotentiale von Computerspielen. Jürgen ist nämlich nicht nur ein leidenschaftlicher Zocker, sondern auch MedienSpiel-Pädagoge. In seiner Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Dozent am Institut für Medienforschung und Medienpädagogik der Technischen Hochschule Köln, verbindet er seine ganz persönliche Leidenschaft für digitale Spielkultur mit zahlreichen Fragestellungen zur Medienerziehung von Kindern und Jugendlichen. Er kennt sich also nicht nur bestens auf dem Computerspielemarkt aus, sondern hat auch jede Menge Methoden im Gepäck, die Eltern und Pädagog*innen dabei helfen, mit Kindern und Jugendlichen über Games ins Gespräch zu kommen.

Jürgen und ich kennen uns schon länger und da wir beide in Köln leben, haben wir die Gelegenheit genutzt und uns für die Aufzeichnung dieser Podcast-Folge persönlich in seinem Büro getroffen. Unter Beobachtung einer lebensgroßen Super Mario-Figur vergleichen wir die Spielmechaniken von analogen und digitalen Spielen. Wir sprechen über sein spannendes Forschungsprojekt zum Thema „Ethik und Games“, vor allem aber über die Frage, welche Potentiale im gemeinsamen Spiel mit den eigenen Kindern stecken. Wie eigentlich immer, war die Zeit mal wieder viel zu kurz für die vielen Fragen, die ich eigentlich an Jürgen hatte. Weil es aber so herrlich war sich face to face gegenüber zu sitzen, haben wir auch den formalen Rahmen dieses Podcasts etwas spielerisch interpretiert und ihn ein klein wenig überschritten. Gerade deshalb hat mir der Austausch mit Jürgen so großen Spaß gemacht und ich bin mir fast sicher, dass er auch euch mit seinem spürbaren Enthusiasmus für digitale Spiele anstecken wird.

Über diesen Podcast

»Wieso? Weshalb? Warum?« ist der Podcast über Kindermedien. Zu Gast sind Menschen, die sich professionell mit Medieninhalten für Kinder auseinandersetzen ‒ sei es in Film oder Fernsehen, im Radio, in der Musik, der Literatur oder im Kontext von Computer-Spielen, Internetseiten und Apps für Kinder. Dabei richtet Gastgeber Thomas Hartmann seinen Blick vor allem auf die Angebote, die sich bewusst und wohltuend vom Mainstream abzusetzen versuchen. Sein Ziel: Eure Neugier auf besondere Medieninhalte für Kinder wecken.

Thomas Hartmann ist Kulturwissenschaftler, Medienpädagoge und Musiker und als wissenschaftlich-pädagogischer Mitarbeiter am Deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrum (KJF) beschäftigt.

von und mit Deutsches Kinder- und Jugendfilmzentrum

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